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Stand der Dinge: Wer kommt wann, warum?

EU- Beschluss

Am 27. November wurde im EU Rat für Justiz und Inneres in Brüssel beschlossen, die Neuansiedlung von 10.000 irakischen Flüchtlingen in EU Staaten zu ermöglichen.

Dieses angekündigte Aufnahmekontingent von 10.000 Flüchtlingen für die gesamte EU ist angesichts von mehr als zwei Millionen Irakern in den Erstaufnahmestaaten Syrien und Jordanien nach Auffassung von Pro Asyl und der Save Me Kampagne mehr als dürftig.

Aufnahme in Deutschland

Die Innenminister und -senatoren des Bundes und der Länder haben am 5. Dezember 2008 den Beschluss gefasst, insgesamt 2.500 Flüchtlingen aus dem Irak, die derzeit in Syrien und Jordanien leben, Aufnahme (Resettlement) in der Bundesrepublik Deutschland zu gewähren

Die von den Kirchen noch im Frühjahr geforderte Aufnahme von 30.000 Menschen in Deutschland ist damit erheblich reduziert worden.

Mecklenburg- Vorpommern und Greifswald

Auch nach Mecklenburg- Vorpommern und nach Greifswald werden nun einige wenige Flüchtlinge kommen. Die Gesamtzahl von 2.500 Flüchtlingen in Deutschland wurde nach dem Königsteiner Schlüssel (Einbeziehung von Steueraufkommen und Bevölkerungszahl) auf die Länder verteilt und nun ist klar, dass sieben irakische Flüchtlinge nach Greifswald kommen werden. Sofern es sich um Familienverbände, die natürlich nicht auseinander gerissen werden können handelt, kann es allerdings auch sein, dass diese Zahl leicht variiert.

Doch wann kommen die Flüchtlinge? Im Moment führt der UNHCR in Jordanien und in Syrien die Auswahl der Flüchtlinge durch (Infos zum aktuellen Verfahren des UNHCR hier). Alle IrakerInnen, die ab sofort nach Deutschland kommen, machen zunächst einen dreimonatigen Sprachkurs. Danach kommen sie in die eigentliche Aufnahmeregion. D.h wir können ab Mai damit rechnen, dass Flüchtlinge dach Greifswald kommen.

UNHCR Informationen zum Ablauf des Aufnahmeverfahrens für irakische Staatsangehörige
aus Syrien und Jordanien im ersten Halbjahr 2009 (PDF)